Read Das Buch der Unterschiede. Warum die Einheit keine ist by Jana Simon Online

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.de ber die west stliche Zwietracht sind wir im Jahre zehn nach der Wiedervereinigung bereits vielfach unterrichtet worden So kl rte unl ngst ein Buch mit dem Titel It s a Zoni ber die Ossis als Belastung und Bel stigung auf Und auch eine Wuppertaler Arztgattin, die es weil ihr Mann eine Stelle in Frankfurt an der Oder annahm in die ostdeutsche Provinz verschlagen hatte, bekundete in ihrem Werk NeuLand ihren Unmut dar ber, dass die Ostdeutschen in einem Kartoffelgratin nichts weiter als ein Bauernfr hst ck ohne Eier zu erblicken imstande sind Angesichts derartiger Bekenntnisse ist es f r einen west stlich bewegten Leser ausgesprochen wohltuend, sich in das Buch der Unterschiede zu vertiefen Jenseits auflagenheischender Polemik und fernab von pr tenti sen Originalit tskr mpfen n hern sich hier dreiundzwanzig Autoren beiderlei Herkunft allesamt um die drei ig mit geradezu verbl ffender Ehrlichkeit der Frage, warum die Einheit keine ist Ihre sehr pers nlichen Texte zielen nicht auf bahnbrechende Antworten ab Vielmehr entdecken sie, wie gut die Klischees selbst in gutwilligen und reflektierten deutsch deutschen K pfen funktionieren So verendet f r eine ostdeutsche Autorin die Lust am vielbeschworenen Dialog nicht selten in dem nett gemeinten Satz Bei dir merkt man gar nicht, dass du aus dem Osten kommst Im Gegenzug kommt es f r eine westdeutsche Journalistin einer Adelung gleich, wenn sie bei Recherchen in Brandenburg mit den Worten Auf jeden Fall h ttste bei mir ooch als Ostlerin durchjehn k nnen verabschiedet wird Und auch der Personalleiter in der Medienbranche, der ostdeutsche Bewerber beharrlich auf ihre N he zur PDS abklopft, w hrend er westdeutsche Aspiranten vorzugsweise zu ihren Freizeitaktivit ten befragt, scheint alles andere als ein Einzelfall zu sein Beruhigenderweise deckt das Buch der Unterschiede aber auch Einigendes auf Ossi wie Wessi leiden gleicherma en unter einer Art diffusem Rechtfertigungszwang und peinigenden Unsicherheiten Die Ossis ob jahrelangen Ausschlusses vom Telefonnetz gezwungenerma en Verfechter spontaner berraschungsbesuche z gern, unangemeldet bei ihren neuen Br dern und Schwestern aufzutauchen Und die Wessis schlagen sich noch immer mit der Frage herum, ob sie im Beisein ihrer ostdeutschen Freunde ber das legend re Plakat von der Zonengaby und ihrer ersten Banane lachen d rfen Christine Wahl...

Title : Das Buch der Unterschiede. Warum die Einheit keine ist
Author :
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ISBN : 3351025068
ISBN13 : 978-3351025069
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Verlag GmbH November 2000
Number of Pages : 163 Pages
File Size : 895 KB
Status : Available For Download
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Das Buch der Unterschiede. Warum die Einheit keine ist Reviews

  • None
    2019-02-13 06:47

    Dieses Buch ist sehr interessant zu lesen, egal ob für Wessi oder Ossi. Ich persönlich (15 Jahre alt) habe mich zuvor noch kaum mit der West-Ost Problematik auseinandergesetzt, bis ich vor kurzem in Weimar war. Seitdem begann ich mich dafür zu interessieren. Davor sah ich eigentlich keinen Unterschied zwischen Wessi und Ossi, habe alle nur als Deutsche gesehen. Doch, als ich damals mehr darüber erfuhr, habe ich (Wessi) plötzlich auch lauter Vorurteile über Ossis zu hören bekommen. Als ich dann etwas über dieses Buch las, wollte ich es mir gleich kaufen, um etwas mehr über das Thema zu lesen. Und es hat sich gelohnt: Die Geschichten sind spanndend und persönlich, so dass man nicht ein allgemeines Pauschalbild erhält, sondern Meinungen von Individuen. So lernte ich durch das Buch etwas über Vorurteile und über die Gefühle sowohl von Leuten aus dem Westen als auch aus dem Osten. Ich denke, es hat mir einiges gebracht: Ich interessiere mich jetzt mehr auch für die DDR, die Wende und das vereinte (zumindest offiziel, nicht immer auch in den Köpfen der Mensche) Deutschland. Sehr empfehlenswert!

  • Andreas K.
    2019-01-31 05:35

    Eine Anmerkung auch von mir dazu: Liebe Mitbürger, begreift doch bitte, nach fast 20 Jahren "Wende", die Unterschiede zwischen Ost und West wie die zwischen Nord und Süd, Hessen und Bayern, Badenern und Wuerttembergern.Es ist nicht schwer. Wenn Mensch verzichten kann, sich selbst zu erhöhen, indem Mensch andere (verbal) erniedrigt, sind diese "Probleme" plötzlich nicht-existent. Ich glaube, die in diesem Buch dargestellten 'Einzelfälle' machen das sehr schön deutlich.

  • None
    2019-02-14 06:49

    Es ist sehr erfreulich, dass man mit seinen Fragen und Problemen nicht allein ist!!Ich würde am liebsten auch meine Geschichte und meine Erfahrung zu diesem Buch beisteuern! Ich (16 Jahre) komme auch aus der ehemaligen DDR, aber nicht aus Berlin, wir sind vor ca.3 Jahren nach Berlin gezogen. Diese Vorurteile und Pauschalisierungen gegenüber des anderen Teiles Deutschland könnten mich wirklich jeden Tag aufs neue aufregen! Die einzelnen Geschichten kann ich anhand eigener Erfahrungen nur bestätigen und sie lassen mich hoffen das sich das bald ändert, und ob ich das noch erleben darf?!

  • None
    2019-01-19 03:00

    Angekündigter Tiefgang, den die Autoren schuldig bleiben. Stattdessen für meine Vorstellung sehr plump erzählte Einzelfälle. Von soziologischen Hintergründen keine Rede. Eine echte Enttäuschung.