Read Letzter Befehl: Versenken: Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer 1942-1944 by Rudolf Arendt Online

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Rudolf Arendt 1956 bis 1983 bei der Bundesmarine, zuletzt als Chef des Stabes F S, Konteradmiral war letzter Kommandant von U 23 1944 sinkt das U Boot nach Z ndung der Sprengladungen vor der t rkischen K ste Selbstversenkung auf Befehl Es folgt die Internierung in der T rkei Das Tagebuch gew hrt einen Einblick in die Gedankenwelt der Generation, die diesen Krieg f hren musste Dar ber hinaus ist es eine detaillierte Darstellung des u erst vielschichtigen Verh ltnisses zwischen Deutschland und der T rkei bis zum Ende des Krieges auch im Hinblick auf heutige politische Konstellationen....

Title : Letzter Befehl: Versenken: Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer 1942-1944
Author :
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ISBN : 3548256481
ISBN13 : 978-3548256481
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Ullstein Taschenbuch 1 Dezember 2002
Number of Pages : 366 Seiten
File Size : 867 KB
Status : Available For Download
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Letzter Befehl: Versenken: Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer 1942-1944 Reviews

  • birddog
    2019-03-28 06:02

    "Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer 1942-1944" lautet der Untertitel von Rudolf Arendts Buch "Letzter Befehl: Versenken!" Weiters kann man da noch lesen: "Erinnerungen eines U-Boot-Kommandanten". Nun, Arendt war bis zur Selbstversenkung von U 23 am 10. September 1944 gerade mal drei Monate Käpitän dieses Boots. Er kann somit nur über dieses letzte Vierteljahr der deutschen U-Boot-Einsätze im Schwarzen Meer aus eigener Erfahrung berichten. Insofern weckt der Untertitel des Bandes beim Leser eine Erwartungshaltung, der der Inhalt des Buches dann höchstens ansatzweise gerecht wird. Von den 285 Seiten Text entfallen ganze 70 Seiten auf die Erlebnisse und Erfahrungen Arendts als U-Boot-Mann im Schwarzen Meer. Er rekonstruiert das damalige Geschehen in Form von Tagebuchnotizen, die er aus der Erinnerung heraus während seiner Internierung in der Türkei verfasst hat. Das Ganze liest sich zumindest recht spannend. Zudem strahlt der Erlebnisbericht eine gewisse Authentizität aus. Aber was tun, wenn man nun mal ein ganzes Buch mit Text zu füllen hat? Arendt behilft sich auf zweierlei Weise. Einmal schaltet er seinem Erlebnisbericht ein Kapitel mit der Überschrift "Hitlers Krieg" vor. Sehr weit ausholend schildert und kommentiert er darin "die Ereignisse ... die den Rahmen für meine ganz persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen bilden" (S. 23). Arendt versucht hier aus seiner Sicht die militärstrategischen Überlegungen Hitlers und der Wehrmachtführung sowie deren konkrete Umsetzung mit all ihren Stärken und Schwächen zu beschreiben. Die Rolle der Kriegsmarine im Schwarzen Meer wird dabei auf etwa 20 von insgesamt 80 Seiten Text thematisiert. Man könnte dieses Vorgehen Arendts böswillig 'Seitenschinderei' nennen. Es kommt jedoch noch besser. Die letzten 115 Seiten seiner Veröffentlichung sind einzig und allein zunächst der "Geschichte der Türkei" (vgl. S. 183ff.) und dann den Erlebnissen und Eindrücken des Verfassers während seiner Internierung in diesem Land (vgl. S. 213ff.) gewidmet. Alles gut und recht. Doch mit der Einsatz-Geschichte der deutschen U-Boote im Schwarzen Meer hat dies wenig bis garnichts zu tun. Es bleibt somit festzuhalten, dass gerade mal rund 90 von den 296 Seiten des Buches den U-Boot-Krieg im Schwarzen Meer zum Gegenstand haben. Zuguterletzt gilt es noch sprachliche Aussetzer zu bemängeln. Der Satz: "Das Nichterkennen macht die Gefahr gefährlich", klingt reichlich daneben. Gleiches gilt für " ... kamen unsere Gespräche ... zum Kern des Pudels" (S. 261). Können Funksprüche auf einer "Längswelle" (S. 149) abgegeben werden? Und die Verwendung des Begriffs "Menschenmaterial" (S. 114) aus dem Wörterbuch des Unmenschen hätte von einem aufmerksamen Lektor unbedingt durch eine neutrale Formulierung ersetzt werden müssen. Der Band "Letzter Befehl: Versenken!" von Rudolf Arendt verspricht letztlich viel mehr, als er halten kann. Das Buch verfehlt über weite Strecken sein eigentliches Thema. Mit anderen Worten: eine ärgerliche Angelegenheit.