Read Es war einmal ein Palästina: Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels by Tom Segev Online

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Eine meisterhafte Untersuchung des turbulenten Zeitraums vor der Gr ndung des Staates Israel im Jahr 1948 Lebendig, materialreich und mit analytisch spitzer Feder schildert Tom Segev, wie in den drei Jahrzehnten britischer Herrschaft in Pal stina die Wurzeln des israelisch pal stinensischen Konflikts gelegt wurden Dabei stellt er manche Annahme der herk mmlichen Geschichtsschreibung auf den Kopf....

Title : Es war einmal ein Palästina: Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels
Author :
Rating :
ISBN : 3570550095
ISBN13 : 978-3570550090
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Pantheon Auflage 6 17 Juli 2006
Number of Pages : 672 Seiten
File Size : 589 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Es war einmal ein Palästina: Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels Reviews

  • Kunde
    2019-02-10 10:18

    Gründlich recherchiert, genau, detailreich, bildhaft und komplex. Das ganze Gegenteil von Ilan Pappe, der gerne behauptet, den Beweis aber schuldig bleibt.

  • EG
    2019-02-07 06:34

    Die ausführlichen Rezensionen haben mich zum Kauf dieses Buches bewogen, und ich kann mich diesen voll und ganz anschließen. Tom Segevs Buch ist gut und breit recherchiert, liest sich wie ein Roman. Es ist ein "Muss", wenn man mehr über die Ursachen und Hintergründe des andauernden Nahost-Konflikts erfahren will. Ich empfehle das Buch nicht nur als Ergänzungs-, sondern auch als Einsteiger-Lektüre. Ich habe es mit großem Gewinn gelesen und vergebe deshalb 5 Sterne.

  • wolpan
    2019-02-22 07:17

    Auf eine immense Fülle von Recherchen basierend, spannend geschrieben hinterlässt das Buch jedoch einen unbefriedigenden Eindruck. Es beginnt 1917 mit der Vertreibung der Osmanen durch die Engländer. Dabei kümmert es sich nur marginal in der Einleitung mit ein paar Sätzen um die Vorgeschichte Palästinas. Diese hat jedoch einen höchst entscheidenden Einfluss auf die politischen Entwicklungen von 1917 bis 1948 und bestimmt sie massgeblich bis hin zur Staatsgründung Israels. Sie wird im Buch nicht berücksichtigt. Es ist als ob Palästina erst 1917 begonnen hätte zu existieren und mit ihm die mit seiner Entwicklung entstehenden Konflikte. Die Recherchen beziehen sich überwiegend auf die jüdische und auch britische Sichtweise der Probleme, wobei hier sehr genau und detailversessen gearbeitet wurde. Die arabische Seite der Situation wird nur nebenbei angesprochen. Sie ist nie in ihrer politischen, religiösen und traditiondbehaffteten Komplexität analysiert oder erfasst, obwohl es dazu eine Fülle an Dokumenten gibt. Es ist immer nur von den "Arabern" die Rede. Verschiedenste, die Gesamtsituation bestimmende Probleme werden nicht erwähnt, die die britische Mandatsverwaltung von Seiten der arabischen Bevölkerung zu lösen hatten, wie zum Beispiel die massive, illegale Einwanderung von Arabern nach Palästina. Es war eine schwerwiegende Situation, die die Engländer nicht in den Griff bekamen und die heftige Turbulenzen in der britischen Regierung verursacht hat. Die englischsprachige Presse war voll davon, sowie auch die jüdische in Palästina.Man kann hier nicht auf jede Problematik des Buches eingehen. Es entsteht beim Lesen der Eindruck, dass die einzelnen recherchierten Geschichten ein Eigenleben entwickeln, und dass dabei der Überblick über die Gesamtsituation vergessen worden ist. Auch stehen bestimmte, private Episoden emblematisch für ein Gefühl, das beim Lesen entsteht, wie zum Beispiel die Liebesbriefe zwischen einem britischen General und einer arabischen Frau. Die darin formulierten, exzessiven, positiven Beschreibungen der Vorzüge der Frau übertragen sich unweigerlich auf das Gefühl, das der Leser gegenüber der arabischen Seite des Konflikts hat. Das Gesamtbild wird dadurch verzerrt.Im Ganzen ist das Buch wegen seiner Fülle an Informationen sehr interessant. Viele sind anektodisch und tragen nichts zum Verständis der Situation bei. Man gewinnt den Eindruck, dass es das Ziel des Autors war, Verständnis für die jüdische Seite des Konflikts herauszuarbeiten, bei aller Offenheit gegenüber der Härte, mit der die jüdische Seite manchmal seine Ziele durchgesetzt hat. Wenn es so sein sollte, dann ist der Schuss leider nach hinten losgegangen. Das Buch hält nur einen kleinen Aspekt dessen, was der Titel verspricht: "ES WAR EINMAL PALÄSTINA Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels".

  • Jay A.
    2019-02-01 04:35

    Dieses Buch ist sehr gut und hat mir sehr gut gefallen.Ich empfehle allen dieses Buch zu lesen damit die Lage Israels endlich verstanden wird und Israel unterstützt wird.

  • Niclas Grabowski
    2019-02-04 07:42

    Das Buch hat für mich zwei große Stärken.Erst einmal erklärt es den Ursprung des heutigen Nahostkonfliktes und zeigt, dass dieser auf langfristige, historische Entwicklungen zurückgeht und nicht nur aufgrund spezifischer, politischer Fehler am Ende des ersten oder zweiten Weltkrieges entstanden ist. Er zeigt auch, dass der Konflikt bereits vor der Staatsgründung Israels sichtbar war, und dass es auch damals schon viele Versuche gab, diesen Konflikt zu lösen. Das Buch zeigt auch sehr gut die Anstrengungen, aber auch das Scheitern der britischen Kolonialmacht, die durchaus nicht nur Machtpolitik betrieben hat, sondern auch versucht hat, eine zivile, friedliche Gesellschaft in Palästina zu schaffen. Allerdings ist sie dabei sowohl an den wohl nicht zu vereinbarenden, politischen Zielen der Bevölkerungsgruppen und auch an eigenem Unvermögen gescheitert. Mich hat das Buch gelehrt, dass allen Politikern, die von einer "Lösung" des Nahostkonfliktes sprechen, sogar von einer kurzfristigen Lösung dadurch, "dass man alle an einen Tisch bringt und einen Vertrag unterschreibt", mit Misstrauen begegnet werden muss.Die zweite Stärke des Buches ist es, dass es den politischen Konflikt zwischen Juden und Arabern nicht nur im Rahmen einer historischen Analyse darstellt, sondern ihn auf die Ebene einzelner Personen und deren Biographien zurückführt. Oft verstecken sich hinter politischen Begriffen Emotionen oder Konflikte, die auf der Ebene der politischen Wissenschaft eher nur umschrieben als verstanden werden. Ein Stück Land zu bebauen, einen Angehörigen zu verlieren oder an eine Bestimmung zu glauben kann eine starke Identifikation für eine Idee begründen. Und das Buch macht an Beispielen deutlich, wie gerade dieser Prozess zu den Spannungen in der Region führt.Das Buch erscheint gut recherchiert, es gibt ein umfangreiches Literaturverzeichnis, und durch Zitate wird der Inhalt der manchmal romanhaft beschriebenen Ereignisse auch nachgewiesen.Aufschlussreich.

  • H. Moser
    2019-02-05 12:26

    Tom Segev ist ein umfassendes Buch über die Wurzeln des Konfliktes zwischen Juden und Arabern gelungen. Umfassend, jedoch, meist nur im Bezug auf Juden und deren Hassliebe auf/zu den Briten. Der Untertitel des Buches suggeriert ein holistisches Bild, ein solches wird aber nicht geboten (der Untertitel der Englischen Ausgabe ist da etwas ehrlicher, aber auch nicht 100% korrekt: "Jews and Arabs Under the British Mandate"). Unabhängig davon ist es ein äußerst lesbares Buch, welches die Aufarbeitung unzähliger offizieller sowie privater Dokumente geschickt verwebt. Somit beschreibt das Buch nicht nur den geschichtlichen Kontext, sondern auch die persönlichen Gefühle von Zeitzeugen, die die Fakten komplementieren. Man hätte sich einen ähnlichen Tiefgang auch aus arabischer Sicht gewünscht, sind die zitierten Quellen doch eher spärlich, beständig muss Herrn as-Sakakini's Tagebuch herhalten. Trotzdem ist "Es war einmal ein Palästina" ausgesprochen wertvoll für das Verständnis der Geschichte generell und des Zionismus im Speziellen.