Read Zellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland by Florianne Koechlin Online

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Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentw rfen, wie z B die Erfolge indischer Saatgutb uerinnen oder die innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schadenerreger bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden Florianne Koechlin spannt den Bogen vom Schamanenwissen der Ashaninca Indianer zur abstrakten Welt der Quantenphysik, von der umfassenden Biologie Adolf Portmanns bis hin zu neuesten Erkenntnissen der Molekularbiologie....

Title : Zellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland
Author :
Rating :
ISBN : 385787368X
ISBN13 : 978-3857873683
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Lenos 15 Juni 2005
Number of Pages : 475 Pages
File Size : 976 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Zellgeflüster: Streifzüge durch wissenschaftliches Neuland Reviews

  • "Kaktusblüte"
    2019-04-30 15:09

    Pflanzen, Tiere und Menschen blicken auf eine fast drei Milliarden dauernde Evolution als einzellige Lebewesen zurück, sie haben die gleichen Wurzeln.Die Autorin brach auf ihr Wissen um die Geheimnisse der Pflanzenwelt zu vertiefen, nach Österreich und Indien, zu Forschenden in Universitätslabors.Die indische Philosophie z.B. sieht die Natur als wesentliches mitgestaltendes Element mit einer aktiven Rolle. Sie sieht die Menschen als eng verwoben mit den Lebensströmen, ihren Rhythmen und Jahreszeiten.In den Rheinauer Thesen zu Rechten von Pflanzen findet sich unter Anderem"Die gemeinsame Geschichte führt zu vielen Übereinstimmungen auf der Zellebene."Und"Auch Pflanzen sind Individuen." Usw.Einmal mehr ein sehr lesenswertes Buch, um unser Bewusstsein der Verantwortlichkeit für alles Lebendige zu erweitern. Die Autorin eröffnet den Lesern einen neuen aufschlussreichen Zugang zu Pflanzen in verständlicher Sprache.

  • Wiens Thrillerautor Albert Knorr
    2019-05-18 16:38

    Florianne Koechlin (Biologin und Chemikerin) hat einen originellen Weg gefunden, ihr wissenschaftliches Thema leicht verständlich aufzubereiten. In jedem Kapitel (Länge ca. 20 Seiten) besucht sie jemanden, mit dem sie sich dann über das jeweilige Kapitelthema unterhält: Vom Molekulargenetiker bis zum Schamanenkenner und von der Ökologin bis zum Quantenphysiker reichen ihre Gesprächspartner.Sie beschränkt sich nicht nur darauf, den Inhalt der Gespräche wiederzugeben, sondern beschreibt auch ihre Anreise, ihr Gegenüber, die Landschaft, etc. Man kann sich die einzelnen Kapitel wie Kurzromane vorstellen, in denen sie sich über Themen wie "Die Seele der Kuh" oder "Die nicht fangbaren Fische" unterhält. Die Dialoge werden in direkter Rede wiedergegeben - ebenfalls wie in einem Roman. Diese Art, ein Sachbuch zu schreiben, ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, lockert den Text aber auf und macht ihn leicht verständlich.Enttäuschend finde ich den Anhang (immerhin 30 Seiten in extrem kleiner Schrift gehalten), der aus versteckten Anmerkungen zu den Kapiteln besteht. Auf diesen Anhang wird vorne im Buch nicht hingewiesen (die Wenigsten fangen ein Buch von hinten an), wodurch einem einerseits das ständige Blättern erspart wird, andererseits fragt man sich aber, was man plötzlich mit 30 Seiten Anmerkungen macht, wenn man das Buch gerade beendet hat. Diese Zusatzinformationen gleich in die jeweiligen Kapitel einzubauen, wäre die klar bessere Wahl gewesen.Das Buch enthält auch einige SW-Fotos, die vorwiegend die im Buch beschriebenen Leute zeigen.Warum wurden diese Leute dann zuvor so ausführlich beschrieben? Gute Frage! Man wird das Gefühl nicht los, dass die Autorin aus falscher Dankbarkeit alle Genannten im Buch unterbringen wollte. Genau darin sehe ich auch die größte Schwäche des Werks: Es wurde nicht vorrangig für Leser geschrieben, sondern für Freunde und Weggefährten der Autorin, denen sie neben liebevollen Nacherzählungen ihrer Zusammenkünfte auch noch ein paar Erinnerungsfotos hineingepackt hat.Fazit: Einige wissenschaftliche Ansätze, die sehr tief in der Rahmenhandlung verborgen sind.

  • Marja
    2019-04-27 15:30

    Zellen flüstern ununterbrochen mit ihren Nachbarinnen. Gene sind vieldeutig und dynamisch. Pflanzen kommunizieren mit Duftstoffen miteinander, sie lernen und erinnern sich. Sind sie sogar intelligent? Und haben Kühe eine Seele? Da raunen Tomaten einander im Gemüsebeet "Vorsicht, Schädling!" zu, die Maisblätter laden gefrässige Wespen zu sich ein, wenn sie von Raupen befallen werden - und das alles mittels Duftstoffen.Die faszinierenden Streifzüge der Biologin Florianne Koechlin durch wissenschaftliches Neuland zeigen ein Bild des Lebens, das sich weit von der mechanischen Utopie des letzten Jahrhunderts entfernt hat: Leben erscheint als ein Prozess von Kommunikation und Austausch in dynamischen Netzwerken.Seit 20 Jahren wehrt sich die Autorin gegen allzu simple Dogmen der Gentechnik, gegen deren Mythen und falsche Versprechen. Aber sie bleibt bei der Kritik nicht stehen, sie fragt nach Gegenentwürfen. Sie erzählt von den Erfolgen indischer Saatgutbäuerinnen und von den innovativen Methoden, die in Kenia gegen Schädlinge bei Tieren und Pflanzen eingesetzt werden.Keine Fachbegriffe oder komplizierten Formulierungen, sondern spannende Einblicke in Themen wie Bewusstsein, Intelligenz und Kommunikation in der Natur. Abwechslungsreich und kritisch zeigt uns Florianne Koechlin, welche verborgenen Schätze die Natur uns zu bieten hat.